Brand OS: Marke als Betriebssystem

Paulina
Pascal
Tina
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Brand OS: Die Marke als Betriebssystem

Warum Markenführung gerade neu geschrieben wird und was an die Stelle des Brandbooks tritt.

Seit fast zehn Jahren bauen wir eine Social-Media-Agentur. In letzter Zeit fällt mir bei fast jedem Kunden dasselbe auf: Die Briefings fragen immer nach mehr. Mehr Content, mehr Trends, mehr Performance, mehr Creator, mehr Follower. Das kaschiert das eigentliche Problem, statt es zu lösen.

Denn eine Ebene tiefer sieht man etwas anderes. Die Oberfläche – das, was im Feed passiert – ist oft ohne roten Faden und komplett abgekoppelt von dem, was die Marke eigentlich ist. Häufig kann niemand mehr in einem Satz sagen, wofür sie steht. Wenn das niemand weiß, dann weiß es die KI auch nicht. Sie skaliert dann nur deine Beliebigkeit.

Das Ergebnis: Fast niemand hat den Überblick über all die Orte, an denen die Marke gleichzeitig stattfindet. Eine Customer Journey umfasst heute zwischen zwanzig und über fünfhundert Berührungspunkte. Die Marke entsteht nicht mehr dort, wo über sie entschieden wird. Sie entsteht überall auf einmal. Oder wie Hollywood sagen würde: everything everywhere all at once.